PRESSEMITTEILUNG: Die AfD-Stadtratsfraktion kritisiert einseitige Darstellung und verweist auf abweichende Lage im Quartier Schlossberg. Die AfD-Fraktion zeigt sich erstaunt über die Art und Weise, wie sie im Artikel der Nahezeitung vom 13. November 2025 dargestellt wurde. Trotz umfassender Wortmeldung im zuständigen Ausschuss wurde die AfD lediglich in einem Satz erwähnt – zudem ausschließlich im Zusammenhang mit dem Begriff Migrationshintergrund. Diese verkürzte Darstellung verfehlt nach Auffassung der Fraktion die tatsächlichen Inhalte der Stellungnahme. „Wir haben im Ausschuss klar auf die tatsächliche Situation vor Ort hingewiesen“, erklärt der Sprecher der AfD-Fraktion. „Die Ausführungen von Herrn Kern zeichnen ein Bild, das aus unserer Sicht wenig mit der Realität im Quartier Schlossberg zu tun hat.“ Beobachtungen vor Ort widersprechen der offiziellen Darstellung Nach Einschätzung der AfD-Fraktion entsprechen weder die genannten demografischen Daten noch die Darstellung der baulichen Situation den Gegebenheiten vor Ort. Während im Ausschuss ein Altersdurchschnitt von 30 bis 39 Jahren genannt wurde, liege dieser nach Erfahrungen der AfD-Fraktion eher bei 60 plus. Der Anteil von Bewohnerinnen und Bewohnern mit Migrationshintergrund werde auf 80 bis 90 Prozent geschätzt. Der Fraktionssprecher Dirk Rohde verweist dabei auf persönliche Ortskenntnis: „Ich habe selbst über viele Jahre in der Felsenkirchstraße gewohnt und bin weiterhin regelmäßig dort. Ich weiß sehr genau, wie sich das Quartier entwickelt hat.“ Leerstand, marode Bausubstanz und Veränderung des Stadtbilds In den Straßen Schlossberg, Felsenkirchstraße, Genossenschaftsstraße, Ackerstraße, Poststraße und Burggasse gebe es zahlreiche leerstehende Gebäude. Teilweise befänden sich Häuser in einem so schlechten Zustand, dass Fenster notdürftig mit Holz befestigt seien. Viele alteingesessene Obersteiner hätten das Quartier verlassen, weil sich das Stadtbild deutlich verändert habe. Auch der Tourismus leide darunter – Ferienwohnungen würden nach Angaben der AfD-Fraktion seltener gebucht. Kritik an Fördergeldern und Konzeptkosten Die AfD-Fraktion bemängelt zudem den Einsatz von Fördermitteln: „Hier werden Steuergelder für Projekte ausgegeben, die aus unserer Sicht kaum realisierbar sind. An anderer Stelle könnten diese Gelder sinnvoller und nachhaltiger eingesetzt werden“, so die Fraktion. Ein Beispiel sei das benachbarte Quartier Wasenstraße, das nach Auffassung der AfD-Fraktion ebenfalls kein erfolgreiches Projekt darstelle. Bereits die dortigen Konzeptkosten seien aus Sicht der Fraktion unverhältnismäßig. AfD-Fraktion lehnt Gründung der Gesellschaft mbH „Quartier Schlossberg“ ab Aufgrund der beschriebenen Problemstellungen und Zweifel an der Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen spricht sich die AfD-Fraktion deutlich gegen die Gründung der Gesellschaft „Quartier Schlossberg“ aus.
